Ebaka Games über schnelle Spiele, Krypto-Spieler und Marktexpansion
Ebaka Games ist ein neues Studio im Segment der Fast- und Instant-Games und bewegt sich an der Schnittstelle von datengetriebener Entwicklung, Krypto-Zielgruppen und hochvolatilen Spielmechaniken. In diesem Interview spricht der CEO von Ebaka Games Vitalii Zalievskyi mit Bohdan Lytvyn (mycasinoindex.com) über das Ökosystem des Unternehmens, Zielgruppen, regionale Schwerpunkte und das Geschäftsmodell.
Ökosystem und Beziehungen
Welche Rolle spielten Already Media (als Traffic-Anbieter mit mehr als 1.000 Affiliate-Websites und SEO-Kanälen) und Blask (als Marktanalyseplattform) bei der Gründung von Ebaka Games? Wie eng ist die Zusammenarbeit heute?
Zwischen allen Einheiten besteht eine natürliche Zusammenarbeit, jedoch erfolgt die Produktentwicklung unabhängig. Blask bietet umfangreiche Möglichkeiten zur Marktforschung, Bedarfserkennung und Trendanalyse und spielt daher eine wichtige Rolle für Ebaka Games — Daten und deren Analyse sind entscheidend für eine starke Marktposition.
Welche Rolle spielt Dmitry Belianin (Gründer von Already Media, Blask und Menace Casino) bei der Entwicklung des Studios — etwa als Stratege, Mentor, Investor oder als Verbindung zu bestimmten Märkten?
Dmitry ist der Gründer von Ebaka — von der Idee bis zum Namen. Er gab den initialen Impuls für die Gründung des Unternehmens, danach arbeitet das Team unabhängig auf Basis der eigenen Vision und Strategie.
Kann man von einem geschlossenen iGaming-Ökosystem sprechen, in dem Content, Analyse und Distribution unter einem strategischen Dach vereint sind?
Teilweise ja, aber nicht vollständig. Ebaka wird in Kürze mit zahlreichen Betreibern außerhalb des Menace-Casino-Ökosystems starten. Langfristig setzen wir auf enge Partnerschaften und eine strategische Abstimmung mit unseren Partnern. Der Dialog ist bereits im Gange.
Spielergenerationen und „Fast Games“
Für welche Spielergeneration entwerfen Sie Ihre Spiele in erster Linie — Gen Z, jüngere Millennials oder „umgeschulte“ Spieler aus klassischen Slot-Formaten?
All diese Segmente sind für uns wichtig, und jedes wird in Ebaka Games etwas Einzigartiges finden. Wir richten uns an Spieler, die an die Geschwindigkeit und visuelle Dynamik moderner Internet-Erlebnisse gewöhnt sind. Das Spielerlebnis sollte sich so intuitiv anfühlen wie die Nutzung alltäglicher Apps — so kommen wir dem Spieler näher.
Wie wir bereits gesagt haben: Ebaka ist nicht für jeden gedacht, aber Zoomer, Millennials und auch ältere Generationen, die an klassische Slots gewöhnt sind, werden jeweils etwas finden, das sie anspricht.
Ist die kürzere Rundenlänge und das hohe Spieltempo in gewisser Weise eine Reaktion auf die TikTok-Kultur und fragmentiertes Denken?
Das ist eher eine natürliche Reaktion auf die allgemeine Nachfrage — Menschen brauchen Geschwindigkeit, kräftige Farben und sofortige Belohnung. TikTok ist nicht der einzige Faktor, der den Appetit auf schnelle Inhalte prägt. Ein Blick auf alltägliche Apps zeigt, dass „schnelle“ Mechaniken inzwischen ein fester Bestandteil der Nutzererfahrung sind.
Glauben Sie, dass traditionelle Spins von 20–30 Sekunden allmählich an Relevanz verlieren?
Eher ja als nein. Selbst klassische Slot-Studios erweitern ihre Spiele um neue Mechaniken — und beginnen zunehmend, eigene Crash- und Instant-Games zu entwickeln. Der Markt hat lange Runden noch nicht vollständig aufgegeben, bewegt sich aber klar in Richtung Vereinfachung, Beschleunigung und unmittelbares Feedback.
Krypto-Zielgruppe: Verhalten und Erwartungen
Worin unterscheidet sich der Krypto-Spieler aus Ihrer Sicht grundlegend vom Fiat-Spieler — abgesehen von der Zahlungsmethode?
Die Krypto-Zielgruppe ist deutlich risikofreudiger, angetrieben durch hohe Volatilität — das ist eines der zentralen Merkmale dieses Segments, und als Anbieter sind wir bereit, dem direkt zu begegnen. Ebaka Games bietet einen maximalen Multiplikator von 100.000x, der nicht nur den Nervenkitzel steigert, sondern direkt auf die Erwartungen von Krypto-Spielern eingeht.
Ist diese Zielgruppe toleranter gegenüber hoher Volatilität und nicht standardisierten RTP-Modellen?
Eher ja — die Krypto-Gaming-Zielgruppe ist offener für neue Mechaniken und deutlich stärker an hoher Volatilität interessiert.
Wie wichtig sind Elemente wie Provably Fair-Systeme, Transparenz der Mechaniken und On-Chain-Logik für diese Zielgruppe?
Das gilt nicht nur für die Krypto-Zielgruppe, sondern grundsätzlich für alle Spieler. Der Unterschied besteht darin, dass Krypto-Operatoren dank Blockchain-Technologie und verifizierbarer Fairness ein höheres Maß an Transparenz bieten können — ein Vertrauensstandard, der für Krypto-Spieler selbstverständlich ist.
Kann man sagen, dass die Krypto-Zielgruppe weniger markentreu ist, dafür aber stärker an das eigentliche Spielerlebnis gebunden?
Nicht immer. Im Krypto-Segment sind starke Community-Strukturen rund um Marken weit verbreitet — beginnend mit NFT-Drops und ähnlichen Initiativen. Nahezu jedes Projekt betreibt eigene Discord-Server mit Community-Managern. Dennoch bleibt ein frisches Spielerlebnis ein entscheidender Faktor, um Aufmerksamkeit zu gewinnen und langfristig zu halten.
Geografie und Marktfokus
Auf welche Regionen konzentrieren Sie sich derzeit hauptsächlich: Afrika, Lateinamerika, Asien oder den globalen Krypto-First-Markt?
Unser Name deutet zwar auf eine starke Präsenz in der GUS-Region hin, aber wir sind keineswegs darauf beschränkt. Wir sind weltweit offen aufgestellt und arbeiten bereits mit Partnern zusammen, die über exklusive Länderlizenzen verfügen, in denen wir sehr bald erscheinen werden. Details können wir derzeit noch nicht verraten.
In welchem Maße beeinflusst der afrikanische Markt — unter Berücksichtigung der Erfahrung Ihres Teams und Ihres Investors (Dmitry Belianin) — das grundlegende Konzept Ihrer Spiele?
Afrika ist definitiv eines der Segmente, die uns interessieren. Dmitrys Erfahrung, Einfluss und Expertise werden uns dabei helfen, dort bedeutende Chancen für einen wirkungsvollen Markteintritt zu erschließen.
Sehen Sie grundlegende Unterschiede im Spielerverhalten, beispielsweise zwischen Afrika und Lateinamerika, speziell im Kontext von Fast Games?
Beide Märkte reagieren sehr sensibel auf neue Trends. Laut Blask-Daten zeigt Lateinamerika quantitativ ein deutlich höheres Interesse an Crash- und Instant-Formaten — Spieler erkunden aktiv neue Spiele. In Afrika ist das Interesse eher qualitativ: In einigen Ländern dominieren Spiele wie Aviator die Charts, während alternative Instant-Games noch keine vergleichbare Position erreicht haben. Afrikanische Spieler agieren derzeit noch konservativer, doch wir erwarten hier bald Veränderungen.
Entwerfen Sie Ihre Spiele als „universelle“ Produkte oder werden sie von Anfang an für bestimmte regionale Muster entwickelt?
Derzeit besteht unser Portfolio aus mehreren mechanisch „universellen“ Spielen. Gleichzeitig betonen wir offen unsere Bereitschaft, Spiele auf spezifische Anforderungen von Operatoren und Aggregatoren anzupassen.
Distribution und Geschäftsmodell
Planen Sie, Ihre Spiele auch über andere Casinos und Aggregatoren zu vertreiben, oder ist das One-Shop-/White-Label-Modell strategisch vorzuziehen?
Ja, wir planen Launches mit weiteren Operatoren und Aggregatoren — die ersten werden in den kommenden Wochen sichtbar sein. Ebaka muss wachsen und Spieler weltweit erreichen.
Welche Risiken und Vorteile sehen Sie in exklusiver Distribution im Vergleich zur großflächigen B2B-Verbreitung?
Exklusivität kann in bestimmten Fällen attraktiv sein, doch unser aktuelles Ziel ist Reichweite. Wir möchten Ebaka möglichst vielen Spielern vorstellen, und reine Exklusivität reicht dafür nicht aus. Kurz gesagt: Die Stärke globaler Distribution liegt in ihrer Breite.
Können wir erwarten, dass Ebaka Games sich zu einem unabhängigen Anbieter mit einem breiten Partnernetzwerk entwickelt?
Das ist keine Zukunftserwartung — es passiert bereits. Die Namen unserer Partner werden Sie sehr bald kennenlernen.
Welche KPIs betrachten Sie als entscheidend bei der Bewertung der Effektivität Ihrer Partnerschaften?
Spielerzahlen, Retention-Raten, GGR sowie Platzierungen der Spiele in den Operator-Lobbys — eine Kombination aus Produkt- und Geschäftskennzahlen, die uns und unseren Partnern beim Wachstum hilft.